Das MiQua, das jüdische Museum des LVR im Archäologischen Quartier Köln, hat mehrere Klassen und Religionskurse besucht und den Schüler:innen einen spannenden Einblick in 1700 Jahre jüdische Geschichte in Deutschland ermöglicht. Das Museum bringt zentrale Inhalte seiner Ausstellung direkt in die Schule – anschaulich, interaktiv und nah an der Lebenswelt der Schüler:innen.
Das MiQua beschäftigt sich mit jüdischer Geschichte und Kultur vor allem in Köln. Im Mittelpunkt stehen archäologische Funde, historische Quellen und persönliche Geschichten.
Während des Besuchs setzten sich die Klassen mit verschiedenen Themen auseinander: Alltag im mittelalterlichen Köln – Wie lebten jüdische Familien? Welche Berufe hatten sie? Religion und Tradition – Welche Feste, Bräuche und Symbole prägen das Judentum? Geschichte vor Ort – Welche Spuren jüdischen Lebens finden sich heute noch in Köln und der Region?
Virtuelle Realität als Zeitreise
Ein besonderes Highlight war die VR-Straßenbahnfahrt, bei der Kleingruppen virtuell in das mittelalterliche jüdische Viertel Kölns eintauchten. Mit VR-Brillen erkundeten sie rekonstruierte Straßenzüge und Alltagsszenen. Durch diese immersive Erfahrung war es leichter, historische Zusammenhänge besser zu verstehen und sich in die damalige Zeit hineinzuversetzen.
Die Mischung aus historischen Objekten, interaktiven Aufgaben und virtueller Realität macht Geschichte greifbar und zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig jüdisches Leben in Deutschland war und ist.
Nicola Weber



