– „One day off“ für eine Schüler*innenakademie im Rahmen von „Schule der Zukunft“

Am vorletzten Tag vor den Osterferien durften sich fünf Schüler der Klassen 5 und 6 auf den Weg zum Landschaftshaus am Schloss Homburg machen. Allesamt sind oder waren sie Mitglieder der Garten-AG unserer Schule. Die Bergische Agentur für Kulturlandschaft hatte uns als Teilnehmer am NRW-Landesprogramm „Schule der Zukunft“ zu einem Workshop der besonderen Arteingeladen: Wir durften die Welt der Natur akustisch erkunden! 

An Bord war auch die Grundschule Denklingen mit einer sechsköpfigen Gruppe, so dass wir von unserer Leiterin Janna Schulte sowie zweier Helfer*innen im Freiwilligendienst bestens betreut in die Welt der Bioakustik eintauchen konnten. Eingestimmt durch ein Klangmemory fanden wir uns ein in die akustischen Welten von Stadt, Wiese und Wald, schulten uns darin, verschiedene Geräusche unterschiedlichen Tiergruppen und Tieren zuzuordnen und erfuhren beispielhaft, welche Erkenntnisse die Wissenschaft anhand der Bioakustik gewinnen kann. So erforscht man zum Beispiel bioakustisch, wie sich Artenzahlen von Vögeln verändern oder wann Vogelarten im Jahresverlauf auf Zug gehen oder wieder zu uns zurückkehren. So können Daten gewonnen werden, die aussagekräftig für Artenwandel und Artenschwund oder über die Auswirkungen des Klimawandels sind. Wir erkundeten auch spielerisch, wozu Tiere Laute nutzen und wie sie sie variieren können.

Nun ging es an die Mikrofone und Aufnahmegeräte: Diese erkundeten wir zunächst Indoor und machten uns dann auf in die Natur. Einem Warm-up-Spiel folgte zur Wahrnehmung der Geräuschwelt auf Wiese und dem nahen Wald die Erstellung einer Geräusche-Landkarte. Und dann ging’s ins freie Feld: In kleinen Gruppen unterwegs durften wir die Richtmikrofone auf alles richten, was dort kreuchte, summte und sang – beeindruckend, was solch ein Mikro so wahrnehmen kann! In der späteren Auswertung am Laptop schnitten wir unsere Aufnahmen und filterten unsere Favoriten heraus. Bei der Kälte draußen waren das insbesondere unterschiedliche Vogelstimmen und ab und an ein Hummelsummen, neben dem Blätterrauschen des Frühjahrwaldes. 

Insgesamt sammelten wir einprägsame Erfahrungen, was man alles allein durch akustische Aufzeichnungen wahrnehmen und erfahren kann – und erlebten einen Tag mit einer sehr gelungenen Mischung aus spielerischer Praxis und der Erkundung und Verwendung technischer Hilfsmittel, die uns einen Einblick in die Vielfalt der Tierwelt um uns herum im heimischen Wald verschaffte. Durch die ausgiebigen Aktionen in frischer Luft, die Nutzung der Technik und die viele Praxis unter der einfühlsamen Leitung von Janna Schulte gingen wir alle am Ende um wertvolle Erfahrungen bereichert  guter Laune nach Hause! 

Von Stephanie Selting-Koch

Von zan